




Katia Thomsen pratique le yoga depuis quinze ans, et enseigne cette discipline depuis dix ans après avoir été journaliste radio. C’est en Allemagne que cette jeune Franco-Allemande a commencé à organiser des séjours de vacances autour du yoga. Elle a également suivi des formations continues en ashtanga, shivananda, iyenga yoga, relaxation profonde, méditation, médicine chinoise, shiatsu, nutricion ayurvédique et communication non violonte. Aujourd’hui, elle passe six mois de l’année en Guadeloupe, trois mois à Bali et trois mois en Allemagne. Elle participe à des stages dans les îles du Nord ou aux Canaries. La pratique du yoga est accessible à tous, mais Katia a développé des spécialités pour les sportifs, les surfeurs et les handicapés. Elle s’est aussi spécialisée dans le yoga des hormones, destiné aux femmes, et qui aide à mieux vivre la préménopause ou les cycles de mentruation.
Cours de Katia Thomsen jusqu’à fin avril:
Le Vendredi, de 16h30 à 17h30 face au Diwali, plage communale de
Sainte-Anne;
Le Mercredi, de 18h30 à 20h à Gosier. Tél. 0690738280,
web:www.stage-de-yoga.fr
Depuis 2003 ont trouve maintes articles de presse dans les revues allemandes sur les stage de yoga de "yoga sur mer" avec Katia Thomsen.
Voici les articles et les références en allemand:"Wenn mir jemand mit 25 gesagt hätte, ich würde heute als Yogalehrerin die Welt bereisen, hätte ich geantwortet: ,Niemals!’ Mein ganz großer Traum damals war, Karriere in der PR zu machen. Ausbildung, Job, Karriere – so bin ich auch erzogen worden. Ich habe Kommunikationsfachfrau gelernt, zwei Jahre als Radiojournalistin gearbeitet und bin dann nach Hamburg, zu einer großen PR-Agentur, gewechselt. Dort stand ich permanent unter Strom, arbeitete bis zu 60 Stunden in der Woche, hatte kaum Zeit für mich und ernährte mich ungesund. Yoga wurde für mich zu einem wichtigen Ventil, um Stress abzubauen. Meine Großtante riet mir, damit anzufangen. Es sei gut für mich. Und tatsächlich: Nach jeder Yogastunde fühlte ich mich erfrischt, relaxed, wie neu geboren. Danach war die Welt wieder in Ordnung. Als ich die Wochenarbeitszeit runterschrauben wollte, um nebenher eine Yogalehrerausbildung zu machen, blockte mein Chef. Dann ging alles superschnell.Ich kündigte meine unbefristete Stelle, suchte mir ein en 20-Stunden-Job als Pressereferentin für Yogi-Tee, machte die Ausbildung und gab schon 2002 die ersten Yoga-Ferienkurse. Ein Jahr später konnte ich davon leben. Heute gebe ich Kurse in der ganzen Welt: auf Helgoland, Gomera, Martinique und Guadelupe. Vor zehn Jahren noch war ich unzufrieden und ständig krank, heute bin ich mit mir selbst im Reinen und könnte nicht glücklicher sein. Durch Yoga hat sich für mich die Welt geöffnet. Ich habe gelernt, mein Leben in die Hand zu nehmen. Dieses Jahr werde ich von Sylt in die Karibik ziehen. Mein Traum: ein eigenes Yogahotel am Meer."
Ihre Füße graben sich in den weichen Boden, zwischen den
nackten Zehen quillt Sand hervor. Die Handflächen hat sie zusammen-gelegt.
Warm scheint die Sonne auf ihr Gesicht. Die Augen geschlossen, die langen
Haare streichen ihr über die nackten Schultern. Katja Thomsen atmet
tief und hörbar durch die Nase ein. Langsam.
Und wieder aus. Noch langsamer. So gleichmäßig wie ihr Atem
rollen die Wellen an den Strand. Die 39-Jährige ist Yoga-Lehrerin
auf der Nordsee-Insel Sylt und hat sich vor fünf Jahren selbstständig
gemacht.
Damit folgt sie einem Trend: Nach einer Untersuchung des Gesellschaftsforschungsinstituts "Ears and Eyes" üben drei Prozent der Deutschen, etwa 2,5 Millionen Menschen, regelmäßig Yoga - Tendenz steigend. Auf den Nordsee-Inseln und an der Küste sowie in Urlaubsdomizilen wie etwa Kreta wird im Sommer gern am Strand trainiert.
"Das entspricht zwar nicht der traditionellen Schule, weil die Ablenkungen im Freien größer sind und die Übungen bei unebenem Grund auch nicht so präzise ausgeführt werden können", sagt Anke Rebetje vom Berufsverband der Yoga-Lehrenden in Göttingen. "Allerdings können hier natürlich die Sinne ganz anders angeregt werden. Gerade wenn man sich am Meer befindet. Man nimmt viel mehr Gerüche wahr und ist schneller im Einklang mit sich und der Natur als in einem abgeschlossenen Raum."
Salz auf der Haut, Fischgeruch in der Nase, Möwengeschrei in den Ohren, ein meditatives "Sat Nam" (Mein wahres Selbst) auf den Lippen. Fühlen, Riechen, Hören und Sprechen kommen zur Geltung, weil der fünfte Sinn, das Sehen, beim Kundalini-Yoga, wie es Katja Thomsen lehrt, ausgeschaltet wird. "Mit geschlossenen Augen kann man sich einfach viel besser konzentrieren", sagt Thomsen. "Man lernt schneller, bei sich zu sein."
Denn genau darum geht es beim Yoga, das übersetzt "verbinden"
heißt. Körper und Geist sollen zusammengeführt werden.
"Im Alltag ist man mit seinen Gedanken ganz woanders: Man macht
sich Sorgen, denkt über Vergangenes nach oder plant die Zukunft",
erklärt Thomsen am Sylter Strand von Wennigstedt zehn weiblichen Teilnehmern, die sich gemeinsam mit ihr dem tiefen Atmen widmen - das
Mittel schlechthin im Kundalini-Yoga, um zur Konzentration zu gelangen
und sich ganz auf sich selbst zu besinnen. "An der See
machen wir zum Beispiel automatisch lange, tiefe Atemzüge über
die Lungen, weil wir wissen, wie gut das tut", sagt die Yoga-Lehrerin.
Die drei weiteren Grundtechniken, die Thomsen in ihrem Kurs vermittelt,
sind die Bewegung, der Fokuspunkt und das Mantra.
Zehn Bäuche heben sich, zehn Bäuche senken sich. Hinter geschlossenen Augen wird auf einen Punkt zwischen den Augenbrauchen fokussiert, das sogenannte "dritte Auge". "Ra-ra-ra" deklamieren die Yoga-Schülerinnen im Chor, schieben dann ein sanftes "Ma-ma-ma" hinterher. Mit dem Grad der Entspannung nehmen auch die Atemgeräusche der Frauen zu. Die Scheu davor verliert sich schnell. Genauso wie die Hemmung, scheinbar sinnlose Silben im Sprechsingsang aneinander- zureihen, auf allen vieren den "Hund" zu machen oder sich in die "Kobra" zu strecken.
Vielleicht auch, weil Katja Thomsen wie eine Yoga-Lehrerin aus dem
Bilderbuch wirkt. Ihr Lächeln ist offen und gelassen. Ihre Stimme
hat einen dunklen, weichen Klang. Kritische Nachfragen können sie
nicht aus der Ruhe bringen. Die schlanke Frau mit den muskulösen
Armen, die bis vor ein paar Jahren in der Medienbranche gearbeitet hat,
hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und mit der Yoga-Philosophie auch in
die scheinbar sündigen Ecken ihres Lebens Disziplin gebracht. Statt
zu Zigarette, Schokolade und Kaffee greift sie jetzt zu Meditation,
Yogi-Tee und Mandeln. Weißer Zucker und Alkohol schwächten
das Nervensystem, sagt Thomsen, die früher gerne mal ein Glas Rotwein
getrunken hat. Aber ohne gehe es ihr einfach besser. Wer sie sieht,
glaubt ihr das sofort. "Es muss aber jeder selbst wissen, inwieweit
er sich die Yoga-Philosophie zu Eigen macht. Da gibt es
keine Vorschriften. Bei Yoga geht es schließlich nicht um Leistung.
Es darf niemals wehtun."
Informationen
Unter dem Motto "Bewusster Leben und etwas Mee(h)r" bietet
das Lindner Hotel Windrose auf Sylt einen fünftägigen Yoga-Schnupperkurs
mit Katja Thomsen an, der - allerdings witterungsabhängig - am
Strand stattfindet.
Termine: 19. Oktober bis 24. Oktober 2008. Das Angebot beinhaltet fünf Übernachtungen plus Frühstück, 3 x "Antistress-Programm" à 240 Min. Yoga. 3 x Abendessen, 2 x Teilkörpermassage à 30 Min., 1 x Ganzkörpermassage à 45 Min. Vortrag über Stoffwechseloptimierung.Preis pro Person im Doppelzimmer: 779,50 Euro; im Einzelzimmer: 929,50 Euro. Informationen unter [TEL] 0 46 51/94 08 01 oder [TEL] 0 46 51/94 08 01 oder info.windrose@lindner.de www.lindner.de/de/LHWR
Vier Übungen
Herzstärkungsübung Im Schneidersitz sitzen, der Rücken
ist gerade, die Augen geschlossen. Die Arme im Winkel von 60° hochheben,
Handflächen nach oben, parallel zum Boden. Für ein bis drei
Minuten langsam und tief durch die Nase atmen. Am Ende tief einatmen,
den Atem zehn Sekunden einhalten, ausatmen, die Hände auf die Knie
legen und für anderthalb Minuten im Schneidersitz entspannen.
Beckenübung Auf dem Rücken liegen, die Füße zum Gesäß bringen und die Fußgelenke mit den Händen umfassen. Mit dem Einatmen die Hüften so weit hochheben, wie es geht, der Nabelpunkt ist ganz durchgedrückt. Mit dem Ausatmen in die Ausgangsposition zurückkommen.
So langsam wie möglich atmen und die Bewegung langsam und kraftvoll ein bis drei Minuten ausführen. Am Ende tief einatmen, Atem zehn Sekunden einhalten. Das Becken nach oben strecken, ausatmen, für ein paar Atemzüge auf dem Rücken entspannen.
Der Hund Auf Hände und Knie stützen und die Hüften hochdrücken, bis man ein 60°-Dreieck bildet. Den Kopf entspannt hängen lassen. Hände sind schulterbreit auseinander, das Gewicht gleichmäßig auf Hände und Füße verteilen und die Augen schließen.
Der Kopf ist entspannt. Knie und Ellbogen sind durchgedrückt. Lang und tief für ein bis drei Minuten atmen. Am Ende tief einatmen, den Atem für zehn Sekunden einhalten, die Spannung halten, ausatmen und in den Schneidersitz kommen. Danach für zwei Minuten entspannen, die Hände dabei auf die Knie legen.
Nackenkreise Das Kinn gegen die Brust fallen lassen und den Kopf langsam, weich und kontrolliert über die rechte Schulter nach hinten rollen, dann zur linken Schulter und wieder in die Ausgangsposition. Achtung: Es darf nicht wehtun im Nacken.
Eine Drehung dauert etwa zehn Sekunden; nach zwölf Drehungen die Richtung wechseln. Dann wieder mit dem Kopf in die Mitte rollen. Noch drei Minuten ganz still im Schneidersitz bleiben und entspannen.
Was Sie grundsätzlich beachten sollten
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Katja Thomsen lebt gesünder als viele Zeitgenossen – HALLO SYLT präsentiert in loser Folge Tipps von der Yogalehrerin aus List.
Wenn Sie beim Einkaufen jemanden beobachten, der ausschließlich
grüne Sachen besorgt, dann stammt der wahrscheinlich nicht vom
Mars. Nein – dann haben Sie mit ziemlicher Sicherheit einen Menschen
vor sich, der gerade die grüne Diät macht, eine Reinigungskur
aus dem Yoga.
Gegessen werden darf dabei so viel, wie der Bauch will – aber
nur grünes Obst und Gemüse, weil das besonders reichhaltig
an Vitaminen ist, die Leber stärkt und fit macht. Frühjahrsmüdigkeit
kann unter anderem von einer geschwächten Leberfunktion kommen.
Die besondere Kost verspricht sogar – neben Entsäuerung,
Entgiftung und Darmsanierung –, dass ein paar Pfunde purzeln.
Wenn Sie jetzt meinen, Sie könnten sich die grünen Gummibärchen
aus der Tüte rausfischen und essen, liegen Sie falsch. Es geht
um leichte und naturbelassene Kost – also gehören grüne
Nudeln beispielsweise nicht auf den Speiseplan. Gegen die Regel würde
auch verstoßen, übriggebliebene Ostereierfarbe einzusetzen
und Lebensmittel einfach grün zu färben. Und Wein und Kaffee
stehen selbstredend ebenfalls auf der Tabu-Liste. Dafür können
Sie grünes Gemüse und grünes Obst in allen Varianten
– gekocht und roh – zu sich nehmen. Allerdings: Bitte ohne
Salz und ohne Fett zubereiten – dafür nach Belieben mit frischen
Kräutern, dazu am besten viel Wasser und Kräutertees trinken.
Ade! also frischer Spargel mit Béchamelsoße und Schinken
– jetzt heißt es, in den sauren Apfel beißen und lässig
an der Spargelstange „naturell“ knabbern.
Wie lange Sie diese Diät machen wollen, liegt natürlich bei
Ihnen und Ihren Möglichkeiten. Empfohlen werden 10 bis
14 Tage, aber schon 3 Tage sind wirkungsvoll und besser als gar keine.
Einmal pro Woche steht eine halbe Tasse Nüsse mit auf dem Speiseplan.
Um die Diät zu brechen, sollten Sie am ersten Tag weitere Früchte
hinzufügen, am zweiten Tag Getreide und zum Schluss Milchprodukte.
Die grüne Diät macht in der Regel munter und sehr vital. Wer
sie ausprobieren möchte, sollte dennoch darauf achten, Ruhepausen
einzulegen und sich Zeit für sich zu nehmen. Treiben Sie Sport
und gehen Sie an der frischen Luft spazieren. Das Frühjahr ist
besonders gut geeignet für diese Kur. Na dann: Wohl bekomm’s
und auf dass Sie immer eine Kielbreit Spargelstange unter dem Bug haben
...
Neues Programm im Hotel Lindner
Katja Thomsen hat das erreicht, was sich viele gestresste Arbeitnehmer
wünschen: Sie hat nicht nur ihren Traumjob gefunden, sondern lebt
dabei auch noch ganz entspannt auf Deutschlands schönster Insel.
Strandspaziergänge statt endloser Meetings, Wellenrauschen statt
Telefonklingeln – Katja Thomsen hat den Entschluss, sich vor vier
Jahren als Yoga-Lehrerin auf Sylt selbstständig zu machen, noch
nie bereut.
Wie man richtig entspannt, sich konzentriert, wie man lernt zu meditieren, - das können alle, die ihr Leben neu gestalten möchten, bei Katja Thomsen lernen. „Bewusster leben lernen auf Sylt“ heißt der Workshop, der inklusive Übernachtungsarrangement erstmals im Oktober im Hotel Windrose in Wenningstedt gebucht werden kann.
In drei Einheiten à drei Stunden zeigt die Trainerin praktische Übungen und gibt Tipps, um das Erlernte in den Alltag einzubauen. „Ganz wichtig ist es, den Moment zu spüren und mit den Gedanken nicht immer schon in der Zukunft zu sein“, sagt die Frau, die früher in der Medienbranche gearbeitet hat. Zu den ersten Übungen gehört deshalb das bewusste Atmen.
Ihr Programm hat Katja Thomsen das „40-Tage-Anti-Stress-Programm“
genannt, denn nach der Yoga-Lehre dauert es mindestens 40 Tage, um Gewohnheiten
zu ändern und dem Leben eine neue Richtung zu geben. Nach fünf
Tagen Yoga, Meditation, gesunder Küche, kombiniert mit Strandspaziergängen
an der besten Luft Deutschlands, fühlen sich die Teilnehmer wie
neu geboren. Einige haben beschlossen, das Rauchen aufzugeben, andere
wollen in Zukunft jeden Tag mit einer kurzen Meditation beginnen –
und alle fühlen sich insgesamt besser als vorher – bis auf
den Muskelkater von den Yoga-Übungen.
Neben dem exotischen Kursort hat die Yogalehrerin, die sei vier Jahren auf Sylt Kurse anbietet, 2007 auch einige reizvolle Nahziele im Programm. Dazu zählen Helgoland ("Ich denke, es gibt kaum einen besseren Ort, als eine abgeschiedene Insel, um den Alltag zu vergessen und sich auf Yoga einzulassen"), Amrum sowie ein Seminarhaus direkt unter dem Leuchtturm von Westerhever.
Die kleine Gruppe um Katja Thomsen genießt den Aufenthalt in der freien Natur und die frische Seeluft, die vom nahen Meer herüber weht. (…)
Wer gern einmal ein neues Lebensgefühl im Urlaub entdeckt, ist in Katja Thomsens Yogagruppe gut aufgehoben. Das Essen ist ausschließlich vegetarisch, gut und lecker. Alkohol und Kaffee wird es in diesem Urlaub nicht geben, aber der Verzicht fällt sicher leicht, denn als Lohn werden ein paar Pfunde auf der Strecke bleiben! Am Abend trifft sich die Gruppe zu gemeinsamer Meditationen oder einem interessanten Vortrag.
(…) Als ich zum ersten Mal auf Katja Thomsen traf, beobachtete ich sie mit ihrer Gruppe faste eine Stunde lang. (…) Harmonisch fügten sich die Kursteilnehmer in ihre Umgebung ein. Die Ruhe, die über den sich sanft wiegenden Körpern lag, übertrug sich auf mich. (…) Nun, auf dem Heimweg, bewegte ich mich bewusster, atmete tiefer und setzte die Füße sehr ordentlich in den nassen Sandboden. Die Yogagruppe hatte mich animiert. Und ich beschloss: Im nächsten Jahr will ich auch dabei sein!
Übungen am Strand.
Der Tag beginnt ganz entspannt. Nach dem Frühstück stehen
dann drei Stunden Yoga auf dem Programm. Nachmittags bleibt genügend
Zeit für einen Spaziergang am Strand, einen Ausflug ins Wattenmeer
oder einem wohltuenden Mittagsschlaf. Abends runden Meditation und "Gute-Nacht-Yoga"
den Tag ab. Das Besondere: Im Sommer findet der Unterricht bei schönem
Wetter draußen statt; in den Wintermonaten wird der Strand für
die Atemübungen genutzt. Für das leibliche Wohl sorgt am Westerhever
Leuchtturm und auf Langeneß ein Koch, der sich auf yogisch-vegetarische
Küche spezialisiert hat.
Stress wegatmen
Yoga zielt nicht darauf ab, sich von der Welt abzuwenden. Im Gegenteil.
Es geht darum, mit Hilfe bestimmter Techniken den Anforderungen des
Lebens besser begegnen zu können. Der Schwerpunkt des Unterrichtes
ist, Yoga in den Alltag zu integrieren. Zum Beispiel hilft langes tiefes
Atmen, in stressigen Situationen die Nerven zu behalten. Kurze Dehnübungen
für den Rücken lindern am Arbeitsplatz schnell Verspannungen.
Yoga ist ideal für viel beschäftigte Menschen mit wenig Zeit,
denn sie können in sehr kurzer Zeit eine Wirkung spüren, erklärt
Katja Thomsen. "Viele meiner Teilnehmer machen zu Hause mit Yoga
weiter und erzählen Monate später von ihren Erfolgen".
Freut sich die 35-jährige Kursleiterin. Viele berichteten von einem
völlig neuen Körpergefühl.
Nächstes Jahr kommen Freiluft-Yogafans sogar im Winter auf ihre
Kosten: Im Februar steht auch La Gomera auf dem Programm.
Wichtig bei den Übungen ist es, sich auf das Atmen zu konzentrieren. "Denn ein tiefer Atem hilft, in aufreibenden Situationen die Nerven zu behalten", so Katja Thomsen. Die beiden jüngsten Schülerinnen Lotta Eip (15) und Franziska Tügel (15), sind begeistert. "Ich merke, dass es mir gleich nach den Übungen viel besser geht. Kopf- und Rückenschmerzen verschwinden, und ich kann mich viel leichter konzentrieren. Bei Schul- und Prüfungsstress ist es genau das Richtige", meint Lotta.
Auch für Jens Kunze (37) aus Berlin sind die Übungen ein idealer Ausgleich zum Job. Der Ingenieur arbeitet täglich mindestens acht Stunden am Schreibtisch. "Yoga ist einfach praktisch, weil ich es zwischendurch im Büro für ein bis zwei Minuten machen kann, meinem Rücken etwas Gutes tue und mich hinterher wieder besser konzentrieren kann."
Beim Yoga muss es nicht unbedingt um die große Erleuchtung gehen – mit den sanften Dehnübungen und Atemtechniken kann man Alltagsstress schön einfach abschalten. Und mit dem weniger bewegungs- als atemorientierten Kundalini-Yoga schaffen das auch (Entspannungs-) Anfängerinnen. Für die gibt¹s im Herbst einen echten Geheimtipp: die Wochenend-Seminare der Hamburger Kundalini-Yogalehrerin Katja Thomsen. In relaxter Umgebung direkt am Westerhever Leuchtturm auf der Nordseehalbinsel Eiderstedt (der aus der "Jever"-Werbung) organisiert und leitet sie Grundlagen-Seminare und gibt Tipps zur SOS-Entspannung – auch für zu Hause. Gewohnt wird im alten Wärterhaus, fürs gute Essen sorgt der mitreisende, auf yogisch-vegetarischer Gerichte spezialisierte Koch.